Die Vereinssatzung der St. Donatus-Schützenbruderschaft 1886 Straß e.V.

St. Donatus-Schützenbruderschaft 1886 Straß e.V. - Der Vorstand
Präambel Für alle in der nachstehenden Vereinssatzung genannten Bezeichnungen und Funktionen wurde die männliche Schreibweise gewählt. Diese Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen und stehen zur Anwendung für weibliche und männliche Personen gleichermaßen zur Verfügung. § 1 Name und Sitz Der Verein trägt den Namen St. Donatus-Schützenbruderschaft 1886 Straß e.V.. Er ist unter diesem Namen eingetragen in das Vereinsregister des Amtsgerichts zu Düren unter der Nr. VR 1157 und hat seinen Sitz in Hürtgenwald-Straß. Die Schützenbruderschaft ist kirchlich verbunden mit der katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius in Hürtgenwald-Gey oder deren Rechtsnachfolgerin. § 2 Wesen und Aufgaben Die St. Donatus-Schützenbruderschaft 1886 Straß e.V. - im Folgenden „Schützenbruderschaft“ genannt - ist eine Vereinigung von Personen, die sich zu den Grundsätzen und Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. (Vereinsregister Köln VR 4219) bekennen - im Folgenden „Bund“ genannt. Sie ist Mitglied dieses Bundes, dessen Statut in seiner jeweiligen Fassung als verbindlich anerkannt wird. Getreu dem Wahlspruch des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften "für Glaube, Sitte und Heimat" verpflichten sich die Mitglieder der Schützenbruderschaft zu: 1. Bekenntnis des Glaubens durch a) Eintreten für die katholischen Glaubensgrundsätze und deren Verwirklichung. Im Geiste der Ökumene haben die Mitglieder anderer christlicher Konfessionen in der Bruderschaft die gleichen Rechte und Pflichten, b) Ausgleich sozialer Unterschiede im Geiste der Brüderlichkeit, c) Werke christlicher Nächstenliebe. 2. Schutz der Sitte durch a) Eintreten für christliche Sitte und Kultur im privaten und öffentlichen Leben, b) Erziehung zu körperlicher und charakterlicher Selbstbeherrschung durch den Schießsport. 3. Liebe zur Heimat und zum Vaterland durch a) Dienst für das Gemeinwohl aus verantwortungsbewusstem Bürgersinn, b) tätige Nachbarschaftshilfe, c) Pflege der geschichtlichen Überlieferung und des althergebrachten Brauchtums, vor allem das dem Schützenwesen eigentümlichen Schießspiels, d) Pflege der Kontakte zu den europäischen Nachbarvereinigungen der Schützen, e) Heimatpflege und heimatliches Brauchtum, f) Pflege der Spielmanns- und Tambourcorpsmusik. § 3 Gemeinnützigkeit 1. Die Schützenbruderschaft mit Sitz in Hürtgenwald-Straß verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO). 2. Der Zweck des Vereins ist die Förderung des traditionellen Brauchtums. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch - Historisches Schießspiel wie beispielsweise den Vogelschuss - Pflege des Spielmanns- u. Tambourcorpsmusik - Ausrichtung und Durchführung von traditionellen Brauchtumsveranstaltungen und Festumzügen - die Förderung des Sports. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch die Ausübung des Schießsports. Hierunter fallen die Ausübung und Ausrichtung von Wettkämpfen, die Unterhaltung von Schießstandanlagen Ausgleichssport wie beispielsweise die Ausrichtung von Wanderveranstaltungen, Rallyes etc. - die Förderung kirchlicher Zwecke. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch Begleitung und Unterstützung von Gottesdiensten und Aktionen wie beispielsweise Fronleichnamsprozessionen, Herrichtung von Gotteshäusern zu kirchlichen Festen, Hilfe bei kirchlichen Veranstaltungen Unterstützung der Erhaltung und Errichtung der Kirchengebäude wie beispielsweise Kirchen, Pfarrheimen, Kapellen, Kreuzwege, Wegekreuze, Kreuzwegstationen, Friedhöfen etc. aktive Teilnahme am Leben in der Pfarre - die Förderung mildtätiger Zwecke. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch die Durchführung von caritativen Aktionen die aktive Hilfe für Personen in Notsituationen, beispielsweise durch Krankenbesuche oder sonstigen Aktionen die geeignet sind, diese Notsituation zu lindern. Die Notlage kann aufgrund persönlicher oder wirtschaftlicher Hilfsbedürftigkeit gegeben sein. - die Förderung kultureller Zwecke. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch Förderung der Musik wie beispielsweise durch die Veranstaltung von Konzerten, die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen im Sinne des § 68 Nr. 7 AO wie beispielsweise Schützenfeste Pflege und Erhaltung von historischen Kulturgegenständen wie beispielsweise Fahnen, Schützensilber, Urkunden und Aufzeichnungen oder sonstigen Gegenständen des traditionellen Brauchtums - die Förderung der Heimat. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch Überlieferung, Pflege und Leben der alt hergebrachten Traditionen und christlichen Werte, um diese für die nachfolgenden Generationen zu erhalten und diesen Generationen aktiv die Heimat als sozialten Erfahrungs- und Zugehörigkeitsraum mit all ihren geschichtlichen und kulturellen Traditionen zu vermitteln. Dazu gehört auch die Unterstützung und Unterhaltung von Museen, von Heimathäusern oder Begegnungsstätten. - die Förderung der Jugendhilfe. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht aktive Jugendarbeit in der Form von Freizeitangeboten, Durchführung von Jugendbegegnungen Durchführung von Bildungsmaßnahmen zur persönlichen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung von Jugendlichen - die Förderung der Völkerverständigung. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch die Pflege der Kontakte zu den europäischen Nachbarvereinigungen der Schützen, insbesondere um sich so für ein friedliches Zusammenleben der Völker in Europa einzusetzen. 3. Die Schützenbruderschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. 4. Mittel der Schützenbruderschaft dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Schützenbruderschaft. 5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. 6. Die Bruderschaft darf Gelder an andere steuerbegünstige Körperschaften weiterleiten. § 4 Mitgliedschaft 1. Mitglied können Personen christlicher Konfession werden, die unbescholten und bereit sind, sich zum Inhalt dieser Satzung zu verpflichten. 2. Das Gesuch um Aufnahme ist mit dem Anmeldeformular an den Vorstand der Schützenbruderschaft zu richten. 3. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. 4. Die Schützenbruderschaft ist eine Vereinigung christlicher Personen. Nichtkatholische Mitglieder verpflichten sich mit der Aufnahme in die Schützenbruderschaft grundsätzlich auf deren christliche Grundsätze. Mit der Aufnahme in die Schützenbruderschaft und durch die Anerkennung dieser Satzung verpflichten sich die Mitglieder auf die christlichen Grundsätze und zur christlichen Lebenshaltung. § 5 Verlust der Mitgliedschaft 1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Tod oder Ausschluss. 2. Das ausscheidende Mitglied hat auf das Vermögen der Schützenbruderschaft keinen Anspruch. Auch entfällt ein Anspruch auf Auseinandersetzung. Der Beitrag für das laufende Geschäftsjahr ist spätestens beim Ausscheiden zu zahlen. 3. Der Austritt ist nur zum Ende des Geschäftsjahres möglich. Die Austrittserklärung muss gegenüber dem Vorstand schriftlich abgegeben werden. 4. Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn dazu ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund ist insbesondere dann gegeben, wenn das Mitglied das Ansehen und die Interessen der Schützenbruderschaft und des Bundes schädigt, oder wenn es mit der Beitragszahlung verschuldet mehr als ein Jahr im Rückstand ist. 5. Über den Ausschluss entscheidet die Mitgliederversammlung der Schützenbruderschaft nach vorheriger Anhörung des Betroffenen (rechtliches Gehör). Gegen die Ausschlussentscheidung hat der Betroffene das Recht, unter Ausschluss der ordentlichen Gerichtsbarkeit, Klage beim Schiedsgericht des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften binnen vier Wochen einzureichen. Bei Ausschluss findet keine Rückerstattung von Anteilen des Beitrages statt. Ausgeschlossene Vorstandsmitglieder scheiden mit der Ausschlussentscheidung auch aus ihren Ämtern aus. § 6 Pflichten und Rechte aus der Mitgliedschaft 1. Jedes Mitglied ist verpflichtet, den von der Mitgliederversammlung festgesetzten Jahresbeitrag zu zahlen und sich an den Veranstaltungen der Schützenbruderschaft zu beteiligen. 2. Darüber hinaus wird eine Teilnahme an den Veranstaltungen erwartet, die von der Mitgliederversammlung oder vom Vorstand zur Pflicht gemacht wurden. An kirchlichen Veranstaltungen sowie am Begräbnis eines Mitglieds sollen sich alle Mitglieder beteiligen. Jedes Mitglied hat nach vollberechtigter Mitgliedschaft das Recht auf den Königsschuss. § 7 Jungschützen 1. Jugendliche bis zum vollendeten 24. Lebensjahr werden in einer Jungschützenabteilung zusammengefasst. 2. Die Rechte der Schützenjugend ergeben sich, soweit die Jugend sich kein eigenes Statut gegeben hat, aus dem Bundesstatut der St. Sebastianus Schützenjugend im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. (BdSJ), sowie dem Statut des jeweiligen Diözesanverbandes des BdSJ. 3. Führungskräfte der Jungschützen können auch über das 24. Lebensjahr hinaus ein Amt in der Jungschützenabteilung ausüben. Jungschützen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind in der Mitgliederversammlung nicht stimmberechtigt. Sie nehmen nur beratend an dieser teil. § 8 Ehrenmitglieder Personen, auch Nichtmitglieder, die sich um die Schützenbruderschaft außergewöhnliche Verdienste erworben haben, können von der Mitgliederversammlung mit 2/3 Stimmenmehrheit zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. § 9 Organe der Schützenbruderschaft Organe der Schützenbruderschaft sind a) die Mitgliederversammlung, b) der Vorstand. § 10 Mitgliederversammlung 1. Jährlich ist mindestens eine ordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. 2. Außerordentliche Mitgliederversammlungen können bei Bedarf einberufen werden. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn mindestens 10% der Mitglieder dies unter Angabe der Gründe beim Brudermeister beantragen. 3. Zur Mitgliederversammlung und zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ist mindestens vierzehn Tage vorher schriftlich unter Angabe des Tagungsortes und der Tagesordnung einzuladen. 4. Die Mitgliederversammlung wird vom 1. Vorsitzenden/Brudermeister, im Falle seiner Verhinderung von seinem Stellvertreter, einberufen und geleitet. 5. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. 6. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst, wenn die Satzung nichts anderes bestimmt. 7. Auf Antrag kann die Mitgliederversammlung geheime Abstimmung beschließen. Anträge und Beschlüsse sind in ein Protokoll einzutragen und vom Brudermeister oder seinem Stellvertreter und dem Schriftführer zu unterzeichnen. § 11 Aufgaben der Mitgliederversammlung Aufgabe der Mitgliederversammlung ist a) Wahl des Vorstandes und der Rechnungsprüfer, b) Beschlussfassung über die Jahresrechnung und den Haushaltsplan, c) Entgegennahme der Berichte des Vorstandes und der Rechnungsprüfer, d) Entlastung des Vorstandes nach Rechnungslegung, e) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge, f) Änderung der Satzung. § 12 Vorstand 1. Der Vorstand besteht aus a) dem 1. Vorsitzenden/Brudermeister, b) dem 2. Vorsitzenden/stellvertretenden Brudermeister, c) dem 1. Kassenwart, d) dem 2. Kassenwart, e) dem 1. Geschäftsführer/Schriftführer, f) dem 2. Geschäftsführer/stellvertretender Schriftführer, g) dem Schießmeister, h) dem Jungschützenmeister, i) einer unbestimmten Anzahl von Beisitzern. Dem Vorstand gehören als weitere geborene Mitglieder an: j) als geistlicher Präses der Pfarrer der kath. Pfarrgemeinde St. Antonius in Hürtgenwald-Gey oder ein von ihm zu benennender Geistlicher, k) der jeweils amtierende König, l) der ranghöchste General. 2. Der Jungschützenmeister wird nach den näheren Bestimmungen des Statuts der Schützenjugend von den Mitgliedern der Jungschützenabteilung gewählt. Die Wahl bedarf der Bestätigung durch die Mitgliederversammlung. 3. Zum Schießmeister sollte nur gewählt werden, wer im Besitz einer gültigen Schießleiterqualifikation ist. 4. Die zu wählenden Mitglieder des Vorstandes werden für die Dauer von vier Jahren gewählt. Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Beim vorzeitigen Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes erfolgt eine Ersatzwahl für den Rest der Amtszeit in der nächstfolgenden Mitgliederversammlung. § 13 Gesetzlicher Vorstand 1. Der 1. Vorsitzende/Brudermeister, 1. Geschäftsführer/Schriftführer und der 1. Kassierer bilden den gesetzlichen Vorstand im Sinne des § 26 BGB. 2. Je zwei Mitglieder des gesetzlichen Vorstandes sind befugt, die Schützenbruderschaft gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. 3. Rechtsverbindliche Erklärungen der Schützenbruderschaft werden von je zwei Mitgliedern des gesetzlichen Vorstandes abgegeben. § 14 Aufgaben des Vorstandes 1. Aufgaben des Vorstandes sind: a) Führung der laufenden Geschäfte, b) Rechnungslegung über das abgelaufene Geschäftsjahr, c) Aufstellung eines Haushaltsplans, d) Erstattung der Tätigkeitsberichte, e) Entscheidung über Neuaufnahmen in die Bruderschaft. 2. Wahl der Delegierten für Organe des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften und seiner Untergliederungen, soweit die Vertretung nicht durch ein Vorstandsmitglied erfolgt.

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Für Glaube, Sitte und Heimat